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Vegetarische und vegane Ernährung bei Krebs

Auf einen Blick

  • Eine überwiegend oder rein pflanzliche Ernährung beugt vielen Krankheiten vor, darunter auch Krebserkrankungen
  • Eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise kann während einer Krebstherapie weitergeführt werden
  • Einer Mangelernährung, vor allem bei einer veganen Ernährungsweise, ist während einer Krebserkrankung unbedingt vorzubeugen

Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Gemüsegerichte

Bedeutung

Bei einer vegetarischen Ernährung wird auf Fleisch und Fisch verzichtet und dafür pflanzliche Lebensmittel, aber auch Tierprodukte (Käse, Eier, Joghurt) verzehrt. Werden Eier und tierische Milchprodukte gegessen, spricht man von ovo-lacto-vegetabile Kostform.

Bei einer veganen Ernährung wird auf jegliche tierischen Produkte verzichtet (das beinhaltet auch Eier, Milchprodukte und Honig) und sich rein pflanzlich ernährt.

Es gibt aber auch alle möglichen Unterformen und Kombinationen, z.B. Pesco-Vegetarier (Vegetarier, die Fisch essen), Lacto-Vegetarier (Vegetarier, die keine Eier essen, aber Milchprodukte). 

Nutzen

Eine pflanzenbetonte Ernährung beugt vielen Krankheiten vor, zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen und Diabetes mellitus. Einige Studien deuten tatsächlich darauf hin, dass eine vegetarische und vegane Ernährungsweise auch das Risiko für Krebs senkt. Allerdings spielen dabei wahrscheinlich auch andere Lebensstilfaktoren eine Rolle: so achten Menschen, die diese Ernährungsformen wählen auch eher auf ausreichend Bewegung und ein gesundes Körpergewicht. Es zeigt sich auch, dass Menschen, die nur wenig Fleisch oder Fisch essen, ein ähnlich reduziertes Risiko für Krebserkrankungen haben. Daher ist von pauschalen Verboten und Aussagen abzuraten, denn Fleisch oder Fisch können auch gute Protein- und Fettquellen sein.

Empfehlung bei Krebs

Eine vegetarische Ernährungsform gilt als vollwertige Ernährungsform und kann daher, während einer Krebserkrankung und -behandlung begonnen oder fortgesetzt werden. Eine vegane Ernährung, sofern sie bedarfs- und bedürfnisdeckend ist, ebenfalls. Allerdings können dabei schneller Mängel auftreten, zum Beispiel von Vitamin B12, Omega3-Fettsäuren und einigen Mineralstoffen, wie Calcium, Eisen, Jod, Zink und Selen. Eine Mangelernährung sollte aber unbedingt vermieden werden. Da bei einer veganen Ernährungsweise die Lebensmittelauswahl eingeschränkt ist, bietet sich im Zweifel eine Ernährungsberatung an, um sicherzustellen, dass keine Mangelernährung, während der Krebstherapie entsteht, wo der Körper zusätzlich belastet ist und die Ernährung unter Umständen ohnehin bereits eingeschränkt ist.

 

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Quellen

Zuletzt geändert am 06.02.2024

Quellen

Kerschbaum, E. (2022) Gut, besser, vegetarisch/vegan?. In: Tumorzentrum München. https://news.tumorzentrum-muenchen.de/2022/01/gut-besser-vegetarisch-vegan/; Letzter Abruf: 17.01.2023

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