Pembrolizumab
Auf einen Blick
- Krebsarten: Melanom, nichtkleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC), klassisches Hodgkin-Lymphom, Urothel-Karzinom, Plattenepithel-Karzinom der Kopf-Hals-Region, Nierenkarzinom
- Wirkung: verstärkt die Immunantwort gegen den Tumor und kann dadurch zu einer Verringerung des Tumorwachstums führen
- Mögliche Nebenwirkungen: Müdigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Diarrhöe, Abdominalschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Obstipation, Atemlosigkeit, Husten, Hautausschläge, Ödeme, Fieber
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Definition
Pembrolizumab (Fertigarzneimittel Keytruda ®) ist ein humanisierter monoklonaler (PD-1) Antikörper. Pembrolizumab zählt zu den Immun-Checkpoint-Inhibitoren und ist ein immuntherapeutischer Wirkstoff.
Wirkung
Wichtig zu wissen: Pembrolizumab verstärkt die Immunantwort gegen den Tumor und kann dadurch zu einer Verringerung des Tumorwachstums führen. (Krebsimmuntherapie).
Indikationen
Der Wirkstoff ist bei verschiedenen Krebsarten indiziert, dazu zählen:
- das Melanom
- das nichtkleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)
- das Klassisches Hodgkin-Lymphom
- das Urothel-Karzinom
- das Plattenepithel-Karzinom der Kopf-Hals-Region
- das Nierenkarzinom
Nebenwirkungen
Wichtig zu wissen: Neben Müdigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen können sich auch Nebenwirkungen bezüglich des Verdauungstraktes bemerkbar machen. Darunter zählen:
- Appetitlosigkeit
- Diarrhöe
- Abdominalschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen oder Obstipation.
Aber auch Atemlosigkeit, Husten, Hautausschläge, Ödeme, sowie Fieber sind keine Seltenheit.
Dauer
Wie lange Pembrolizumab angewendet werden muss und kann, entscheidet Ihr Arzt auf Hinblick des Verlaufes der Erkrankung. Im Allgemeinen sollte mit Pembrolizumab bis zum Fortschreiten oder bis zum Auftreten unzumutbarer Toxizitäten behandelt werden. Es wurde auch ein atypisches Ansprechen beobachtet, d.h. es kommt anfänglich zu einem vorübergehenden Tumorwachstum oder es können kleinere neue Läsionen mit anschließender Tumorregression auftreten. Eine Weiterbehandlung ist auch in diesem Fall berechtigt. Bei der adjuvanten Behandlung des Melanoms kann Pembrolizumab unter Berücksichtigung des Verlaufes der Erkrankung sogar bis zu einem Jahr gegeben werden.
Dosierung
Pembrolizumab wird als intravenöse Infusion (i.v.) über 30 Minuten verabreicht und wird i.d.R. mit 200mg aller 3 Wochen oder mit 400mg aller 6 Wochen dosiert.
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Quellen
Zuletzt geändert am 02.08.2022
Autor: Expertengremium Apotheken
Hauptautorin: Ursula Gütle - Fachapothekerin
Quellen
Honecker, F., Claßen, J., Preiß, J. & Dornoff, W. (2014) Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie. In: Zuckschwerdt Verlag.
IQWiG (2019) Pembrolizumab (plattenepitheliales NSCLC, Kombinationschemotherapie) – Addendum zum Auftrag A19-31. In: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.
Mutschler, E., Geisslinger, G., Kroemer, HK., Menzel, S. & Ruth, P. (2013) Mutschler Arzneimittelwirkungen: Pharmakologie - Klinische Pharmakologie - Toxikologie. In: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
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