Optimale Beanspruchung
Wie integriere ich Sport und Bewegung in den Alltag? Der Teufelskreis: Kräfte lassen sich nicht „ansparen“. Bringen Sie zusätzlich Bewegung in Ihren Alltag! Körperliche Aktivität hilft.
Auf einen Blick
- Kräfte lassen sich nicht ansparen
- Schonung kann zu Verlust der Muskelmasse und schnellerer Erschöpfung führen
- Sport sollte sinnvoll in den Alltag integriert werden
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Teufelskreislauf
Die Annahme, Sie könnten sich mehrere Tage vollständig ausruhen, um Kraft zu sammeln, und danach mit mehr Energie wieder aktiv zu werden, erweist sich als Trugschluss: Denn Kräfte lassen sich nicht ansparen wie Geld auf einem Konto. Vielmehr bewirkt eine vollkommene Schonung das genaue Gegenteil. Die unterforderten Körperstrukturen, wie z. B. Muskelfasern, bauen sich durch Inaktivität ab, sodass Sie nur noch mehr Kraft während Ihrer Krebserkrankung verlieren.
Ein Kraftverlust bedeutet wiederum, dass Sie noch inaktiver werden. Sie geraten in einen Teufelskreis, bei dem Sie sich aus beruflichen und sozialen Kontakten zurückziehen und auch nicht mehr richtig am Familienleben teilnehmen können. Stehen Sie deshalb Bewegungsangeboten, die von Ihrer Familie, Ihren Ärzten, Onkologen, Physiotherapeuten oder auch dem Pflegepersonal an Sie herangetragen werden, zunächst einmal grundsätzlich positiv gegenüber.
Wenn niemand Sie auf die Bedeutung eines Bewegungstrainings während Ihrer Krebserkrankung aufmerksam macht, können Sie selbst aktiv werden und Ihr Umfeld gezielt nach Angeboten fragen.
Wichtig zu wissen: Wenn niemand Sie auf die Bedeutung eines Bewegungstrainings während Ihrer Krebserkrankung aufmerksam macht, können Sie selbst aktiv werden und Ihr Umfeld gezielt nach Angeboten fragen.
Bewegung im Alltag
Neben sportlicher Betätigung ist allgemeine Aktivität im Alltag förderlich. Es sollte also weitgehend auf Sitzen bzw. Liegen verzichtet werden und stattdessen der Alltag mit Bewegung und Aktivität gefüllt werden. Folgende Tipps können dabei befolgt werden:
- Einkäufe können zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden
- Vermeiden von Aufzügen und Rolltreppen, stattdessen Treppen steigen
- Spaziergänge nach jeder Mahlzeit
- Vor dem Schlafen hilft ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, um müde zu werden, Stress abzubauen und somit die Schlafqualität zu erhöhen
- Auch im Haus bzw. in der Wohnung sollte Bewegung genutzt werden, anstatt nur sitzende oder liegende Tätigkeiten auszuführen
- Garten- oder Hausarbeiten, wie Rasenmähen oder Staubsaugen, helfen, Bewegung in den Alltag zu integrieren.
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Quellen
Zuletzt geändert am 03.08.2023
Quellen
BKG (2018) Sport trotz(t) Krebs. In: Bayerische Krebsgesellschaft e. V.. https://www.bayerische-krebsgesellschaft.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/Flyer_Muenchen-Sport_2019_Wickel_01.pdf; Letzter Abruf: 03.08.2023
Davies, NJ., Batehup, L. & Thomas, R. (2011) The role of diet and physical activity in breast, colorectal, and prostate cancer survivorship: a review of the literature. In: British Journal of Cancer. Vol. 105, S.52 –73.
DKG (2011) Sport und Krebs. Kann man dem Krebs davonlaufen?. In: FORUM. Vol. 26 (03),
DKH & DKG (2017) Sport bei Krebs. In: Deutsche Krebshilfe & Deutschen Krebsgesellschaft.
Krakowski-Roosen, H. (2017) Sport und Krebsprävention. In: Der Onkologe. Vol. 23, S.438–445. https://link.springer.com/article/10.1007/s00761-017-0202-1; Letzter Abruf: 03.08.2023
Meißner, T. (2014) Darum profitieren Krebskranke von Sport. In: Ärzte Zeitung. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Darum-profitieren-Krebskranke-von-Sport-241552.html; Letzter Abruf: 04.05.2021
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