Risikofaktoren und Ursachen von Lungenkrebs
Für Lungenkrebs, auch Bronchialkarzinom genannt, gibt es eine Vielzahl an Risikofaktoren, welche nachgewiesen worden sind.
Auf einen Blick
- Zahlreichen Faktoren können das Lungenkrebsrisiko erhöhen
- Risikokomponenten: Rauchen, genetische Faktoren, Geschlecht, schädlichen Substanzen, Infektionen
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Entstehung
Für die Entstehung von Lungenkrebs wird von zahlreichen Faktoren ausgegangen. Das größte Risiko liegt bei den schädigenden Substanzen, die wir mit der Atemluft einatmen. Diese Substanzen schädigen die Zellen des Lungengewebes so lange, bis sich diese in Krebszellen transformieren.
Genetische Faktoren und Ursachen, zu denen auch das Geschlecht zählt, gelten ebenso als große Risikokomponenten. Die hier angeführten Komponenten und Ursachen steigern das Lungenkrebsrisiko.
Hauptrisikofaktor
Rauchen gilt nach wie vor als das größte Risiko für den Beginn von Lungenkrebs, denn die krebserregenden (karzinogenen) Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs erzeugen Störungen im Erbgut der Zellen (DNA). Diese Veränderungen wären generell rehabilitierbar, allerdings kompromittiert Rauchen das Reparatursystem.
Wichtig zu wissen: Auch E-Zigaretten, die Aerosol enthalten und deren Dämpfe zusätzlich zu Nikotin auch die krebserzeugenden und giftigen Substanzen Formaldehyd und Acetaldehyd aufweisen, erhöhen das Krebsrisiko. Hören Sie mit dem Rauchen auf, da es eine häufigste Lungenkrebsursache ist.
Schadstoffe
Der Feinstaub ist Teil der Schadstoffe in der Außenluft und eine zu hohe Konzentration erhöht das Lungenkrebsrisiko bedeutend.
Infektionen
Wichtig zu wissen: Lungenerkrankungen, ausgelöst durch chronische und langwierige Infektionen, wie z.B. Tuberkulose, können ebenfalls zu Lungenkarzinom führen, denn Lungenkrebs beginnt vor allem in den durch die Tuberkuloseerkrankung vernarbten Bereichen der Lunge.
Vererbbare Gründe
Das Risiko bei vererbbaren Faktoren wird bei Rauchern erhöht. Wie die Zusammenhänge genau sind, weiß man noch nicht.
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Quellen
Zuletzt geändert am 29.08.2022
Autor: Expertengremium Onkologie
Hauptautor: Dr.med. Wolfgang Abenhardt - Facharzt für Hämatologie und Onkologie
Quellen
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (2019) Lungenkarzinom, kleinzellig (SCLC). In: Onkopedia. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-kleinzellig-sclc/@@view/html/index.html; Letzter Abruf: 04.05.2021
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (2019) Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC). In: Onkopedia. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@view/html/index.html; Letzter Abruf: 04.05.2021
Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF (2017) Leitlinienprogramm Onkologie: Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms. In: Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF. http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Lungenkarzinom.98.0.html; Letzter Abruf: 04.05.2021
Tumorzentrum, M. (2017) Tumoren der Lunge und des Mediastinums. Manual – Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. In: Tumorzentrum München.
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