Stoma nach der Krebsoperation
Das Stoma ist ein künstlicher Darmausgang. Auch mit einem Stoma nach einer Krebsoperation ist es möglich, körperlich aktiv zu werden. Die Stomaversorgung muss aber gesichert sein.
Auf einen Blick
- Bei einer Stoma handelt es sich um einen künstlichen Darmausgang, Harnableitung oder einen bleibenden Luftröhrenschnitt
- Körperliche Aktivität ist trotz Stoma möglich
- Wichtig: Alle Sportarten sind möglich, vermeiden Sie lediglich Angriffssportarten, wie Boxen und das Turnen an Geräten
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Definition
Definition: Der Begriff Stoma kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Öffnung" oder "Mund". Im medizinischen Bereichen wird dieser Begriff für einen künstlichen Darmausgang, Harnableitung oder einen bleibenden Luftröhrenschnitt verwendet.
Sport trotz Stoma
Auch mit einem Stoma ist es grundsätzlich möglich, körperlich aktiv zu werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass auch während Bewegung und Sport eine ausreichende Stomaversorgung gesichert ist. Diese Sicherheit ist nicht zuletzt für das Gefühl relevant, sich bedenkenlos bewegen zu können, um somit auch die emotionalen Vorteile des Sports während der Krebserkrankung zu generieren.
Die übliche Alltagsversorgung mit selbsthaftendem Beutel oder Kappen ist meist auch für sportliche Aktivitäten anwendbar.
Wichtig zu wissen: Mithilfe der vielzähligen Stomaprodukte sowie weiteren Hilfsmitteln, z.B. Bandagen, Neoprengürtel, spezifische Bademode, kann die notwendige Sicherheit gewährleistet werden. Problemlösungen finden sich fast immer.
Empfehlungen
Krebspatienten mit permanentem oder temporärem Stoma erhalten häufig bereits in der onkologischen Rehabilitation erste Bewegungs- und Trainingsmöglichkeiten. Wie stark der individuelle Wunsch nach Bewegung und Sport ausgeprägt ist, kann von Patient zu Patient bzw. je nach Heilungs- und Gesundheitszustand, Therapienebenwirkungen und individuellem körperlichen Zustand variieren.
Dabei spielen individuelle Bedürfnisse und Kapazitäten entscheidende Rollen: das Alter des Krebspatienten, die auszuübende Tätigkeit, Folgen der Krebstherapie und / oder Krebsoperation, zusätzliche (chronische) Erkrankungen und Einschränkungen sowie die psychische Verfassung sind dabei entscheidende Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Dabei ist jedoch immer zu bedenken, dass jede Bewegung besser ist als keine Bewegung.
Geeignete Sportarten
Es gilt: Stomaträgern sind hinsichtlich der Sportart keine Grenzen gesetzt. Erfahrungen zeigen, dass Fußballspielen, Klettern, Segeln sowie das Ausüben von Extremsportarten, wie Kampfsport oder Fallschirmspringen, möglich ist. Weniger geeignet sind allerdings Angriffssportarten, wie Boxen und das Turnen an Geräten wie Reck und Barren.
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Quellen
Zuletzt geändert am 22.06.2023
Quellen
(Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF (2019) S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Langversion 2.1. In: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e.V. & Deutschen Krebshilfe. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/kolorektales-karzinom/; Letzter Abruf: 30.04.2021
Ambe, PC., Kurz, NR., Nitschke, C., Odeh, SF., Möslein, G. & Zirngibl, H. (2018) Intestinale Stomata. In: Deutsches Ärzteblatt. Vol. 115, S.182-187. https://www.aerzteblatt.de/archiv/196695/Intestinale-Stomata; Letzter Abruf: 30.04.2021
Pietzonka,, V. (2016) Ein Stoma richtig versorgen. In: Heilberufe. Das Pflegemagazin.. Vol. 68 (6),
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