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Seelsorge in der Palliativversorgung

Auf einen Blick

  • Seelsorge oder Spiritual Care ist ein wichtiger Bestandteil der palliativen Versorgung von Patienten mit unheilbaren und lebensbedrohlichen Erkrankungen
  • Es geht dabei um die spirituelle Begleitung von Patienten und Angehörigen
  • Seelsorge ist an keine bestimmte Konfession oder Religion gebunden

Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Seelsorgerin hält Hände von Patientin

Bedeutung

Die Seelsorge ist ein Bestandteil der palliativen Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen und lebenslimitierenden Erkrankungen. Es geht um die spirituelle Begleitung von Patienten und deren Angehörigen. Dabei wird Sorge für deren seelisches Wohlbefinden getragen.

Oft geht es bei der spirituellen Begleitung der Patienten um Gespräche, Rituale oder einfach das Mittragen der Situation. Patienten und Angehörige können in der schweren Krankheitssituation mit existentiellen/lebenswichtigen Fragen konfrontiert sein oder mit schwierigen Entscheidungen. Diese können besprochen werden. Auch können Kraftquellen von Patienten und Angehörigen ermittelt werden, die ihnen in dieser Lebensphase helfen können.

Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen zu verbessern, indem die spirituellen Bedürfnisse im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes berücksichtigt werden. Patienten und Angehörige soll geholfen werden für ihre eigene Seele zu sorgen und fördert damit ihre Selbstwirksamkeit.

Gut zu wissen: die Seelsorge im palliativen und auch im akademischen Umfeld, wird oft als „Spiritual Care“ bezeichnet. Denn es ist damit nicht nur Religiosität gemeint, sondern die eigene Weltanschauung. Der Begriff ist damit überkonfessionell und interreligiös.

Berufsgruppen

Grundsätzlich kann die spirituelle Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen in der Palliativversorgung vom gesamten Behandlungsteam übernommen werden und ist nicht auf eine bestimmte Berufsgruppe beschränkt. Jedoch gibt es zusätzlich meist Seelsorgende der christlichen Kirchen. Religiöse Vertreter anderer Glaubensrichtungen können ebenfalls hinzugezogen werden.

Zugang

Die spirituelle Begleitung ist Teil der palliativen Versorgung und ist Aufgabe des gesamten Behandlungsteams. Seelsorgende sind jedoch auf diese Aufgabe spezialisiert.

Seelsorgende sind Teil des Behandlungsteams und können jederzeit in die Behandlung des Patienten und seiner Angehöriger einbezogen werden. Auch außerhalb der spezialisierten palliativen Versorgung, auf allgemeinen Krankenhausstationen, können auf Wunsch Seelsorgende hinzugezogen werden.

Seelsorge steht jedem Menschen offen und ist nicht an eine bestimmte Konfession oder Religion gebunden.

Gut zu wissen: Seelsorge oder Spiritual Care ist auch für Mitarbeitende des Behandlungsteams wichtig und wirkt sich positiv auf ihren Berufsalltag aus.

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Quellen

Zuletzt geändert am 17.01.2024

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Quellen

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin https://www.dgpalliativmedizin.de/sektionen/sektion-spirituelle-begleitung.html; Letzter Abruf: 16.11.2023

Wasner, M., Longaker, C., Fegg, M. J., & Borasio, G. D. (2005) Effects of spiritual care training for palliative care professionals. In: Palliative medicine. 19(2), S.99-104.

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