Diagnose Prostatakrebs
Auf einen Blick
- Neben dem PSA-Test wird der transrektale Ultraschall als weiteres Verfahren zur Diagnostik von Prostatakrebs eingesetzt
- Diagnoseverfahren: Messung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), Tastuntersuchung, Ultraschalluntersuchung (transrektale Sonographie)
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Diagnoseverfahren
Die Untersuchungen zur Abklärung einer Prostatakrebsdiagnose ähneln den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Dabei werden meisten folgende Diagnoseverfahren verwendet:
- Messung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA-Wert)
- Anschließend untersucht der Arzt die Prostata über den Enddarm (Tastuntersuchung)
- Bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom erfolgt eine Ultraschalluntersuchung (transrektale Sonographie)
- Endgültige Krebsdiagnose wird über die Entnahme von Prostatagewebe festgestellt. Die Gewebeprobe wird nun auf Tumorgewebe untersucht.
- Nach dem Erhalt der Ergebnisse wird mit dem Patienten das weitere Vorgehen besprochen. Therapie ja/ nein? Beobachten? Direkt behandeln?
Weiterer Ablauf
Nachdem eine Prostatakrebserkrankung bei einem Patienten diagnostiziert wurde, besprechen Sie mit dem behandelnden Arzt das weitere Vorgehen. Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse. Ist der Tumor bereits auf eine gewisse Größe angewachsen und hat sich ausgebreitet, kommt es zu einer Einengung der Harnröhre und Störungen beim Wasserlassen.
Die Chancen einer Heilung sind umso größer, je früher ein Prostatakarzinom festgestellt wird und je eher die Prostatakrebs Behandlung einsetzt. Die Krankheit kann insbesondere dann mittels einer Operation oder durch Bestrahlung geheilt werden, wenn noch keine Tumorzellen im benachbarten Gewebe oder den Lymphknoten festgestellt wurden, der Tumor also bisher auf die Prostatadrüse begrenzt ist.
Wichtig zu wissen: Sind bereits Metastasen vorhanden, werden Medikamente eingesetzt, um den Prozess der Krankheit aufzuhalten, Beschwerden zu lindern sowie die Lebenszeit zu verlängern.
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Quellen
Zuletzt geändert am 16.02.2023
Autor: Expertengremium Onkologie
Hauptautor: Dr.med. Wolfgang Abenhardt - Facharzt für Hämatologie und Onkologie
Quellen
Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF (2014) Leitlinienprogramm Onkologie: : S3-Leitlinie Prostatakarzinom. In: Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF. http://leitlinienprogrammonkologie.de/Leitlinien.7.0.html; Letzter Abruf: 04.05.2021
EAU Prostate Cancer. In: EAU. http://uroweb.org/guideline/prostate-cancer/; Letzter Abruf: 04.05.2021
Schmoll, HJ., Höffken, K. & Possinger, K. (2006) Kompendium Internistische Onkologie. In: Springer Verlag.
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