Umdenken als erster Schritt
In einer Paarbeziehung ist es wichtig, sich der Herausforderung einer solchen Krebserkrankung gemeinsam zu stellen, diese als gemeinsame Aufgabe anzunehmen.
Auf einen Blick
- Emotionale Reaktionen können bei jedem sehr unterschiedlich sein, was ganz normal ist und so auch stehen akzeptiert werden sollte
- Leistungsfähigkeit während Chemo- oder Strahlentherapie bis zu 80 Prozent verringert
- Gegebenenfalls Alltagsaufgaben umorganisieren, z. B. Haushaltsplanung, Kindererziehung, soziale Verpflichtungen
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Neu organisieren
Meistern Sie als Paar die Herausforderungen bei einer Krebserkrankung. Die emotionalen Reaktionen können allerdings bei jedem sehr unterschiedlich sein, was ganz normal ist und so auch akzeptiert werden sollte. Wird die Krankheit in der Beziehung von einem oder beiden Partnern nicht ausreichend angenommen und womöglich verleugnet, wirkt das kontraproduktiv, kann die Beziehung gefährden und verhindert gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Situation.
So verändert eine Krebserkrankung nicht nur den Alltag der betroffenen Person, sondern auch den der Familie, insbesondere des Partners. Hier ist es wichtig, dass Termine wie Arzt- und Krankenhausbesuche abgestimmt terminiert werden, um volle Unterstützung gewährleisten zu können.
Folglich ist es erforderlich, bestehende Alltagsaufgaben umzuorganisieren, z. B. Haushaltsplanung, Kindererziehung sowie andere soziale Verpflichtungen.
Wichtig zu wissen: Falls Sie sich überfordert fühlen, nehmen Sie die Unterstützung der Verwandtschaft, Freunde, oder der eines Psychoonkologen an.
Belastungen
Es kann durchaus vorkommen, dass dem Betroffenen aufgrund seines körperlichen Zustandes oder der Mehrbelastung alltägliche Dinge zu viel werden, die zuvor zu den gängigen Aufgaben gehörten. Hier muss nun organisiert werden, wie diese Aufgaben verteilt und ausgeglichen werden können.
Wichtig zu wissen: Häufig kommt es in dieser Situation zu Konflikten, wenn sich der Betroffene überflüssig oder der Partner überfordert fühlt.
Struktur im Alltag
Weil die Leistungsfähigkeit während einer Chemo- oder Strahlentherapie bis zu 80 Prozent verringert sein kann, geht es zunächst um eine Neueinschätzung der eigenen körperlichen und psychischen Belastbarkeit.
Dabei ist es gut, einen Sinn durch „eine Art kopernikanische Wende“ zu erlangen. Das kann dadurch geschehen, dass „der Patient sich nicht mehr nur noch fragt, was er vom Leben erwartet, sondern vielmehr was das Leben von ihm erwartet „ganz im Sinne der Legotherapie nach Viktor Frankl.
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Quellen
Zuletzt geändert am 04.08.2022
Autor: Expertengremium Psycho-Onkologie
Hauptautor: Markus Besseler - Dipl. Psychologie, Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft
Quellen
Heußner, P., Besseler, M., Dietzfelbinger, H., Fegg, M., Lang, K., Meh, lU., Pouget-Schors, D., Riedner, C. & Sellschopp, A. (2009) Manual Psychoonkologie. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. In: Tumorzentrum München &W.Zuckschwerdt Verlag.
Lawrence, L. (2004) Diagnose Krebs. Wendepunkt und Neubeginn. In: Klett-Cotta.
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