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Nebenwirkungen der Hormontherapie

Welche Nebenwirkungen können bei einer Hormontherapie auftreten? Welche Behandlungen gibt es? Während jeder Krebsbehandlung, insbesondere bei der Antihormon- und Hormontherapie, können einzelne Nebenwirkungen gezielt gelindert werden.

Auf einen Blick

  • Typische Nebenwirkungen: Hitzewallungen, Zunahme des Körperfetts, Schweißausbrüche, Fatigue, Lustlosigkeit, Osteoporose und viele mehr
  • Nebenwirkungen der Krebstherapie können erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der Krebspatienten haben
  • Durch gezielte körperliche Aktivität können Sie eine Vielzahl an Nebenwirkungen gezielt lindern

Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Hormontherapie. Tipps und Hilfestellungen.Nebenwirkungen der Hormontherapie bei Krebs bekämpfen.  Lindern Sie selbst durch eine angepasste Ernährung, Sport, Bewegung und körperliche Aktivität Ihre Nebenwirkungen der Hormontherapie

Typische Nebenwirkungen

Zu den typischen Nebenwirkungen der Hormontherapie zählen:

  • Hitzewallungen
  • Zunahme des Körperfetts
  • Schweißausbrüche
  • Muskelabbau
  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Antriebsschwäche
  • Osteoporose
  • Verlust des sexuellen Interesses (Libidoverlust)
  • Blutarmut
  • Brustschmerzen und Brustvergrößerung

Wichtig zu wissen: Dies sind nur ein paar der möglichen Nebenwirkungen der Hormontherapie. Die Nebenwirkungen der Hormontherapie können, aber müssen nicht auftreten.

Empfehlungen

Tipps und Hilfestellungen: Mithilfe des Ausdauertrainings kann die Fitness bzw. Leistungsfähigkeit von Krebspatienten erhöht werden. Der Effekt ist dabei abhängig von der Häufigkeit, Dauer und Intensität des Trainings. Während jeder Krebsbehandlung, insbesondere bei der Antihormon- und Hormontherapie können die Nebenwirkungen gelindert werden und es sollte auf ausreichend Bewegung und Sport geachtet werden.

Weitere Verhaltenstipps und Hilfestellungen:

  • Weil eine erhöhte Gefahr für Knochenbrüche besteht, sollten Krebspatienten, die sich einer Hormontherapie unterziehen, auf Gefahrenquellen im Alltag achten. Das Risiko eines Sturzes kann so verringert werden.
  • Aufgrund des erhöhten Risikos, als Krebspatient Bluthochdruck entwickeln, ist es zudem wichtig, den Blutdruck regelmäßig und auch selbständig zu messen.
  • Nicht zuletzt sollten Sie während der Trainingseinheiten auf eine bewusste Atmung achten. Überprüfen Sie auch Ihre Herzfrequenz.
  • Auch Wasser kann helfen, die Schweißausbrüche einzudämmen. Trainieren Sie das körpereigene Nervensystem mit regelmäßigen Wechselgüssen, Saunabesuchen und kalten Waschungen.
  • Schließlich kann auch eine regelmäßige körperliche Betätigung gut gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche wirken.

Trainingsempfehlung

Spezifische Kontraindikationen bei Nebenwirkungen der Hormontherapie

  • Während der Hormontherapie sollte kein Bewegungstraining durchgeführt werden, wenn dadurch akute Schmerzen entstehen.
  • Zudem gilt, dass kein Training stattfinden sollte, wenn eine akute Gefahr für Knochenbrüche besteht.
  • Leidet der Krebspatient unter Bluthochdruck, muss das Training darauf abgestimmt werden.

 Progressives Krafttraining bei Nebenwirkungen der Hormontherapie

  • Progressives Krafttraining kann in 1 bis 3 wöchentlichen Einheiten mit höheren Gewichten absolviert werden.

Ausdauertraining bei Nebenwirkungen der Hormontherapie

  • Das Ausdauertraining kann in 3 bis 5 wöchentlichen Einheiten zu je 20 bis 60 Minuten durchgeführt werden. Entweder als Dauer- oder als Intervallmethode bei mittlerer bis großer Anstrengung und einer hohen Herzfrequenz.

Ernährungsempfehlung

Hinweis: Lindern Sie die Beschwerden der Wechseljahre durch Antihormontherapie, mit einer auf Sie abgestimmten Ernährung. Infolge einer Antihormontherapie kann es zu Wechseljahrbeschwerden, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, kommen.

  • Gleichen Sie den durch das Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust aus, indem Sie mehr trinken.
  • Salbei hemmt eine übermäßige Schweißproduktion.
  • Verzichten Sie auf Koffein, denn es befördert die Schweißproduktion. Trinken Sie stattdessen Tee aus milden Gewürzen.

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Quellen

Zuletzt geändert am 22.06.2023

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Quellen

Baumann, FT., Hallek, M., Meyer, J., Galvão, DA., Bloch, W. & Elter, T. (2015) Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT). In: DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift . Vol. 140 (19),

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