Yoga für Anfänger
Auf einen Blick
- Falls möglich, Yoga mit professionellen Yogalehrern lernen
- Krebspatienten sollten auf onkologische Zusatzausbildung der Lehrer achten
- Für Anfänger besonders geeignete Yoga-Stile: Hatha Yoga, Vinyasa Yoga und Yin Yoga
Hinweis: Die Informationen dieses Fachtextes können und sollen eine ärztliche Meinung nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
Start
Am besten beginnt man Yoga immer mit einer Yogalehrerin oder einem Yogalehrer. Jede Körperübung (Asana) und jede Atemübung (Pranayama) erzielt eine bestimmte Wirkung im Körper. Ein qualifizierter Yogalehrer kennt die Wirkungen, kann sie professionell anleiten und kann einschätzen, welche Übung für einen Patienten gut geeignet ist. So sind z.B. bei Depressionen andere Atemübungen hilfreich als z.B. bei Ängsten.
Zudem verfügen ausgebildete Yogalehrer über gute anatomische Kenntnisse und achten darauf, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden und langfristig nicht zu gesundheitlichen Schäden führen.
Wichtig zu wissen: Krebspatienten sollten auf eine onkologische Zusatzausbildung der Yogalehrerin oder des Yogalehrers achten. Diese können die Yogastunden an die jeweilige Therapiephase anpassen, Nebenwirkungen gezielt mit Yoga lindern und sind dafür ausgebildet, diese emotional schwierige Lebenssituation zu begleiten und Patienten mental und körperlich Kraft zu geben.
Yoga Arten
Mehrere Yogastile sind für Anfänger gut geeignet, hierzu zählen vor allem Hatha Yoga, Vinyasa Yoga und Yin Yoga. Wichtig ist hierbei vor allem, dass die Yogalehrerin bzw. der Yogalehrer gut auf den neuen Yogaschüler eingeht und die Ausführung der Übungen gut erklärt. Auch Iyengar Yoga, Ashtanga Yoga und Kundalini Yoga können geeignet sein, wenn sie als sanfte Yogastunden angeboten werden.
Sehr fordernde Yogastunden wie im Power Yoga oder Acro Yoga sind bei einer Krebserkankung nicht geeignet.
Ein Blick auf das Profil oder die Plattform gibt meist Aufschluss darüber, in welcher Tradition, bzw. welchem Stil unterrichtet wird. Fragen Sie im Zweifelsfall nach. Es kann sich lohnen, verschiedene Yogastile auszuprobieren.
Wichtig zu wissen: Viele Menschen sind überrascht, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten von dynamischen bis zu sehr ruhigen Yogastunden es gibt, so dass fast für jeden etwas dabei ist. Wichtig ist auch, dass ‚die Chemie‘ zwischen Ihnen und Ihrem Yogalehrer stimmt und Sie sich in der Yogastunde wohl fühlen.
Häufigkeit
Yoga sollte mindestens einmal in der Woche geübt werden, damit eine nachhaltige Wirkung erreicht wird. Auch mehrere Stunden pro Woche sind möglich.
In Yogastunden erlernen Sie kleine Übungen und Techniken, die Sie immer wieder in den Alltag integrieren können, so dass Sie selbst dafür sorgen können, dass es Ihnen besser geht. So können Sie mit Atemübungen für mehr Entspannung oder mehr Energie sorgen, und ihr vegetatives Nervensystem positiv beeinflussen.
Auch Körperübungen können immer wieder im Alltag geübt werden um z.B. das Immunsystem zu stärken, den Lymphfluss anzuregen oder für starke Knochen zu sorgen.
Eignung
Bei fachkundiger Anleitung durch einen onkologisch ausgebildeten Yogalehrer ist Yoga für jeden onkologischen Patienten geeignet. Yoga kann in jedem Stadium der Therapie ausgeführt werden. Auch wenn in der akuten Behandlungsphase oder in einer Palliativsituation keine körperliche Praxis möglich ist, kann mit Meditationen, energetischer Arbeit und positiven Affirmationen und inneren Bildern Yoga geübt werden.
Wichtig zu wissen: Die große Stärke des Yoga liegt in der Vielfalt der Möglichkeiten an innerer und äußerer Arbeit – gerade bei einer Krebserkrankung!
Yogastudios suchen
Finden Sie spezialisierte Experten bei Krebs
Quellen
Zuletzt geändert am 17.08.2022
Autor: Expertengremium Yoga & Entspannung
Hauptautorin: Gaby Nele Kammler - International zertifizierte Yogalehrerin (Yoga Alliance RYT-200 sowie 500 h Advanced Teacher).
Quellen
Berufsverband der Yoga-Lehrenden in Deutschland e.V https://www.yoga.de/; Letzter Abruf: 14.09.2020
Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?